Romananfang!

Dies ist ein neuer Text. Kein besonders toller, aber immerhin ein neuer. Was man ja nicht von allen Texten behaupten kann.

Immerhin, dachte sich also der wahnsinnige Erfinder im stillen Kämmerchen, bevor ihn plötzlich ein Adler packte und gnadenlos zerfleischte.

Nach einer Weile stellte sich heraus: Es war gar kein Adler, sondern nur ein Wellensittich. Ein sehr kleiner und schmächtiger sogar. Insofern war seine Angst also weit übertrieben gewesen. Trotzdem, er fühlte sich nach wie vor schlecht. Sehr schlecht, um genau zu sein. Vielleicht lag es am Slibowitz, der ihm nicht bekommen war. Das nächste Mal würde er nach dem 15. Glas aufhören, das nahm er sich jetzt ein für alle Mal vor.

Red kein Quatsch, fuhr da Roswitha dazwischen. Du bist ein alter Quartalssäufer, soviel steht fest, da ist nichts mehr zu machen. Sie hatte recht, dachte Schimanski resigniert. Und nahm noch einen Schluck.

Aus dem einen Schluck wurde dann ein zweiter, dritter und vierter. Er ging schnurstracks auf den nächsten Absturz zu, und das mit voller Klarheit über die unvermeidlichen Folgen. Seinen gut dotierten Posten als Vorsitzender der örtlichen Nahverkehrsbetriebe hatte er schon verloren, den nicht minder gut dotierten Beratervertrag mit dem „Wall Street Journal“ würde man ihm auch bald nehmen. Blieben nur noch die Einnahmen aus den ausgedehnten Latifundien, die ihn mehr schlecht als recht über Wasser halten würden.

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Juche!

Das war ein Tag! Ergiebig der Regen, die Waldtiere plitschpudelnass. Recht geschah es ihnen, warum hatten sie auch kein Haus gebaut. Umsonst behandeln würde der Forsttierarzt sie trotzdem nicht, so viel stand schon einmal fest. Geschäft war Geschäft, und er hatte es schließlich auch nicht leicht. Nun ja; so hart war sein Herz dann auch wieder nicht. Aber es klopfte kein Dachs, nicht einmal ein Wiesel an die hölzerne Pforte. Er hämmerte also weiter in die Tastatur. Das würde schon, da war er sich ganz gewiss. Juche!

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Warum?

Der Forsttierarzt – ein Mann in seinen besten Jahren – hatte sich schon lange gefragt, warum kein herzallerliebstes Weiblein in seiner geschmackvoll eingerichteten Waldklause vorbeischauen; geschweige denn für ein kleines Weilchen bleiben wollte. An sich hatte er ja alles aufzubieten, was so erforderlich war: Einen schicken Beruf, einen geländegängigen Kleintrecker, und nicht zuletzt eine auf den ersten und auch auf den zweiten Blick überzeugende Dackel-Atrappe. Trotzdem – es war und blieb vertrackt! Da entdeckte er eines Tages das Internet. Und dachte bei sich: Gut, dann eben auf die harte Tour.  In einem Blog.

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